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Gleichwürdigkeit - Wie begegnest du anderen?

Alle Menschen sind gleicher Würde, so heißt es.
Heute möchte ich euch an meine Gedanken zum Thema Gleichwürdigkeit im kleinen Kreis - also in der Familie - teilhaben lassen.

 

Wir verdienen alle den gleichen, würdevollen Umgang.
Aber passiert genau das auch wirklich so? Handeln wir so, dass wir immer und zu jeder Zeit unser Gegenüber – egal ob groß oder klein – als ebenbürtig ansehen?

Mittlerweile wird sie aufgrund zahlreicher Bewegungen und einem enormen Umdenken im Umgang mit Kindern immer mehr gelebt, diese oft genannte Gleichwürdigkeit. Laut Jesper Juul bildet sie - neben Integrität, Authentizität, Verantwortung, Selbstwert und Selbstvertrauen - eine der wichtigsten Grundprinzipien hinsichtlich der Qualität von Beziehungen. Kinder werden größtenteils in Entscheidungen mit einbezogen, dürfen ihre Selbstwirksamkeit erfahren und selbstbestimmt aufwachsen. Es wird gefordert sie in ihrer Einzigartigkeit zu achten und ihnen eben dafür Wertschätzung entgegenzubringen. Fällt mir bei meinem Fräulein Sonnenschein leicht <3 Euch bei euren Kindern wahrscheinlich auch, oder?

 

Und wie sieht's mit dem Wertschätzen der Individualität eurer Partner aus? Oder generell der Personen mit denen ihr euch umgebt? Mich hat dieser Gedankenanstoß von Jeannine wirklich sehr getroffen, weil ich da erkannt habe, dass ich mich hin und wieder dazu verleiten lasse, anderen Menschen, die mir nahe stehen, nicht mit der ihnen ebenso zustehenden Achtsamkeit und Gleichwürdigkeit entgegenzutreten.

 

Vieles wurde als selbstverständlich angesehen. Alles an „angestautem Stress“ über anderen entladen. Jede noch so kleine Macke brachte mich zum Granteln....
Und dann kam da diese Instagram-Story von www.mini-and-me.com und ich dachte mir nur
„Oh sh*t – sie hat so was von recht.“ (
Das geht mir übrigens meistens so, wenn was von ihr lese/sehe...)

 

In all diesen Bemühungen unseren Kindern gleichwürdig auf Augenhöhe zu begegnen, vergessen wir leider oftmals dies auch bei anderen gelten zu lassen. Lassen außer Acht, dass wir als Eltern nicht nur Mama und Papa sind, sondern auch ein Paar, dass in Beziehung zueinander ist und nicht nur den Auftrag der Elternschaft hat. Immerhin gäbe es ohne die Liebe zueinander das kleine Wunder ja nicht 😉

 

Ich denke einfach, dass man auch als Elternpaar immer wieder aufs Neue an sich selbst arbeiten muss, um eben nicht nur "Mama" und "Papa" zu sein, sondern auch Paar sein zu können, das sich mit Gleichwürdigkeit begegnet. Damit meine ich jetzt nicht mal monatliche Candle-Light-Dinner, Aktivitäten ohne Kind(er), Geschenke oder was weiß ich. Sondern wirklich die kleinen Dinge.

Aufmerksames Zuhören, achtsame Unterhaltung, bewusstes Sehen und "Selbst sein" lassen.

 

Zum Thema "Selbst sein" lassen im Allgemeinen: Wenn mich also irgendetwas am Verhalten des Gegenübers stört – ja, genau...
Dann stört es MICH. Dann liegt es an MIR damit klar zu kommen. Und natürlich kommt es in Beziehungen (auch in freundschaftlichen) immer wieder zu solchen Situationen – aber dann sollte man sich bevor man Jemandem gegenüber unfair wird einfach mal zurücknehmen und in sich gehen, schauen was es ist, das einen in der Situation triggert und dann reflektiert handeln und nicht impulsiv reagieren. Meist kommt es ja genau dadurch zu Endlosdiskussionen um Kleinigkeiten und Streitereien.

Ich lerne noch, daher muss ich selbst mich auch regelmäßig an der Nase nehmen und mir diese Dinge immer wieder selbst bewusst machen. Lebenslanges Lernen eben, nicht?

 

Wie seht ihr das? Handelt ihr von Haus aus immer reflektiert oder seid auch ihr sehr impulsiv?

Ich freu mich auf eure Antworten in den Kommentaren.

 

Think about it,

eure Betti